Statement des CSU-Ortsverbands Polling-Etting-Oderding und des Ersten Bürgermeisters zum Bebauungsplan „Ziegelbreite“

Der CSU-Ortsverband Polling-Etting-Oderding und der Erste Bürgermeister der Gemeinde Polling stehen hinter dem Bebauungsplan Ziegelbreite. Die im bisherigen Verfahren geäußerten Bedenken und Einwände können – und müssen -aus unserer Sicht sachlich, fachlich fundiert und verantwortungsvoll ausgeräumt werden.

So werden im Bereich der Verkehrs- und Schulwegsicherheit inzwischen konkrete Verbesserungen verfolgt. Dazu zählen u. a. die Schaffung sicherer Gehwege am Prälatenweg sowie an der Weilheimer Straße und weitergehende verkehrslenkende Maßnahmen.

Auch der Hochwasserschutz kann durch ein abgestimmtes Maßnahmenkonzept für ein sogenanntes HQ100KF gewährleistet werden. Die vorgesehenen Maßnahmen führen dabei nicht nur zu einer Absicherung des Plangebiets, sondern können auch Verbesserungen für die umliegende bestehende Bebauung bringen.

Die geplante bauliche Realisierung mit Reihenhäusern sowie vier Mehrfamilienhäusern in der Ausprägung E+1+D fügt sich städtebaulich in die vorhandene Umgebung ein. Gleich-zeitig kann das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Deckung des Bedarfs an bezahlbarem Wohnraum leisten. Insbesondere Zwei- und Dreizimmerwohnungen zur Miete sollen über den Investor vorrangig Pollinger Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung gestellt werden.

Die Entwicklung der Ziegelbreite ist im Vergleich der letzten Jahre sicherlich ein größeres Projekt, aber es fügt sich in das bauliche Entwicklungsziel des derzeit in Aufstellung befindlichen neuen Flächennutzungsplans der Gemeinde Polling ein. Wichtig in der Gemeindeentwicklung ist eine ausgeglichene Entwicklung und keine sprunghaften Änderung. Dieses Projekt schränkt die weitere bauliche Entwicklung in der Gemein-de dabei nicht ein.

Ein angemessener Ausgleich für die entstehenden infrastrukturellen Folgekosten wird durch eine Folgekostenvereinbarung in Form eines schriftlich zu fixierenden und vom Gemeinderat zu beschließendem städtebaulichem Vertrag sichergestellt. Der Folgekostenbeitrag des Vorhabensträgers fließt dabei unmittelbar an die Gemeinde Polling und wird gezielt für Projekte der Kinderbetreuung eingesetzt, insbesondere für die Kindertagesstätte.

Das Projekt verbindet soziale Verantwortung, eine maßvolle und ortsverträgliche städtebauliche Entwicklung sowie finanzielle Solidität. Wir sind davon überzeugt, dass der Bebauungsplan Ziegelbreite für die Gemeinde Polling ein richtiges und zukunftsorientiertes Projekt ist. Gleichzeitig wird durch die vertraglich gesicherten Regelungen sichergestellt, dass der Gemeinde aus diesem Projekt keine finanziellen Nachteile entstehen.

CSU-Ortsverband Polling-Etting-Oderding
Der Erste Bürgermeister der Gemeinde Polling